Nanosilber befreit Abwässer von Quecksilber effizienter
Ein bislang vernachlässigter Aspekt in der Risikodebatte? Forscher der Uni Brighton, UK, konnten jetzt zeigen dass Quecksilber (Hg)-Verunreinigungen in Abwässern extrem effizient durch Nanosilber (Ag) entfernt werden können. Die in der Zeitschrift Angewandte Chemie (Verlag Wiley-VCH) publizierten Ergebnisse zeigen, dass anstelle des üblichen Hg:Ag-Verhältnisses von 1:2 wird bei Verwendung von Nanosilber mit Durchmessern kleiner 32 nm erheblich weniger Silber benötigt - es kommt zu einer sog. hyperstöchimetrischen Reaktion. Die besten Ergebnisse werden mit Nanopartikeln um die 10 nm Durchmesser erreicht, hier liegen die Hg:Ag-Verhältnisse bei 1,1:1 bis 1,7:1, in Abhängigkeit vom Quecksilber-Gegenion.
Ein interessanter Befund in einer Debatte, die bislang vornehmlich von den umwelt-toxischen Einflüssen von Nanosilber dominiert wird.

